Rezension zu „Hades- Als Killer wir man nicht geboren. Man wird dazu gemacht“


Titel: Hades - Als Killer wir man nicht geboren. Man wird dazu gemacht

Autor: Candice Fox

Genre: Thriller

Verlag: Suhrkamp

ISBN: 3518466739

Format: Trilogie

Datum: Mai 2016

Länge: 341 Seiten


Klappentext:

Hades ist der „Herr der Unterwelt“ von Sydney. Er weiß alles über das Verbrechen in seiner Stadt, denn auf seiner gigantischen Müllhalde entsorgt er gegen Honorar Menschen, die gewaltsam zu Tode gekommen sind. Dieses Schicksal hätten auch beinahe die Kleinkinder Eden und Eric geteilt, die man bei Hades deponiert hat. Aber die beiden leben noch. Sie wachsen bei Hades auf und werden Top-Cops bei der Mordkommission von Sydney. Das ist jedoch nur ihr eines Gesicht, ihr eines Konzept von »Gerechtigkeit«. Denn schließlich hat Hades Eden und Eric erzogen.


Portrait zum Autor:

Candice Fox stammt aus einer eher exzentrischen Familie, die sie zu manchen ihrer literarischen Figuren inspirierte. Nach einer nicht so braven Jugend und einem kurzen Zwischenspiel bei der Royal Australian Navy widmet sie sich jetzt der Literatur, mit akademischen Weihen und sehr unakademischen Romanen. Für ihr Debüt Hades wurde sie 2014 mit dem Ned Kelly Award for Best First Fiction ausgezeichnet.

 

Inhallt:

Zu Beginn wird Heinrich „Hades“ Archer der „Herr der Unterwelt“ von Sydney vorgestellt, der eine Mülldeponie betreibt und immer mal wieder dort Leichen von Menschen verschwinden lässt. Schnell wird klar, dass er seinen Titel zurecht trägt. Als Meister seines Handwerks tötete er ohne mit der Wimper zu zucken, besticht wichtige Leute und jagt anderen allein durch seine Anwesenheit angst ein, sodass er ohne Schwierigkeiten mit der Polizei seiner Arbeit nachgehen kann. Eines Abends werden ihm zwei Kinderleichen gebracht, die bei einem missglückten Erpressungsversuch sterben mussten. Er erschießt den Mörder der Kinder und beschließt die beiden Kleinen an einem schönen Ort zu begraben. Jedoch stellt sie heraus, dass das Mädchen noch lebt. Daraufhin versorgt er sie und operiert ihren Bruder am Kopf, wodurch auch er ins Leben zurück kommt.

Fortan zieht Hades die Kinder auf. Traumatisiert von dem Tod ihrer Eltern wächst eine Dunkle Seiten in den Kindern heran. Sie sind verschlossen und neigen immer öfter zu Gewalt. Sie entwickeln eine eigene Vorstellung von Gerechtigkeit und beginnen im Teenager-alter Menschen zu töten. Als Hades davon erfährt, beschließt er seine Kinder Eden und Eric beizubringen wie sie vorzugehen haben und sorgt dafür, dass sie erstklassige Polizisten der Mordkommission werden, um so ihre Mordlust freien lauf zu lassen.

 Die eigentliche Geschichte handelt hauptsächlich von einem Mordfall, den Eden, Hades Tochter, und ihr neuer Kollege Frank Bennett versuchen zu lösen.Leichen werden auf dem Meeresgrund gefunden. Schnell stellt sich heraus, dass die Menschen einem illegalen Organhandel zum Opfer gefallen sind.

Frank ist von Eden fasziniert, erkennt aber schnell, dass sie genauso schön wie gefährlich ist. Auch gibt es immer wieder Reibereien mit ihrem Bruder Eric.Während die jagt auf dem Mörder immer rasanter und gefährlicher wird, gibt es immer wieder Rückblenden in Endens und Erics Vergangenheit, wodurch am gut versteht, warum sie so handeln wie sie es tun. Auch lernt man den Mörder recht schnell kennen und erhält Einblicke in seine Vergangenheit, seine Gedanken und Beweggründe. Einige Szenen werden aus der Sicht eines der Opfer geschildert und erfährt so hautnah wie es ist, um sein Leben zu kämpfen und mit den Folgen eines solchen Erlebnis zu leben.

Frank setzt alles daran den Fall zu lösen, jedoch verkompliziert Edens und Erics verdächtiges Verhalten und seine immer stärker werdenden Gefühle für eines der Opfer sein Vorhaben ungemein.

 

Meine Meinung:

„Hades“ hat mir ausgesprochen gut gefallen, obwohl ich normalerweise keine Thriller lese. Von Anfang an fesselt die Geschichte und man kann kaum das Buch weglegen, da man unbedingt wissen will, wie es mit Frank, den Geschwistern und den Morden weitergeht.

Die Autorin hat es geschafft ein gutes Mittel zwischen komplexen Charakteren und brutalen Morden zu finden, wodurch man mit den Polizisten mitfiebert, sobald die Situation brenzliger wird, aber auch mit Neugier die Handlung aus den Augen des Mörders bzw. der Opfer sieht und sie automatisch fragt, wie man selbst in einer solchen Situation handeln würde.


Für Krimi- Fans und Neulingen ein absoluter muss.

30.9.16 21:50

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